
Bericht
über die 73. Pioneer Run von London nach Brighton mit unseren
Nordlichtern
Der
Pioneer Run , organisiert vom englischen Sunbeam Motorcycle Club ist
wohl die
älteste Motorrad Veteranen Veranstaltung der Welt. Der erste Run fand
im
Februar 1930 statt, angeführt von George Brough, dem Erbauer der Brough
Superior Motorräder auf einer Dreadnought, einem
Einzelstück aus dem
Jahre 1902. Es fuhren damals 70 Unerschrockene vom Londoner Flughafen
Croydon
ins Seebad Brighton. Die
Veranstaltung war eine erste "Sichtung" der noch existieren Maschinen
aus der Gründerzeit. Die
Dreadnought gibt es heute noch, jedes Jahr hat der
amtierende Präsident
des Vintage Motorcycle Clubs die Ehre oder die Pflicht, die Maschine
nach
Brighton zu pilotieren.
Mittlerweile
startet der Pioneer Run traditionell am 3. Sonntag im März von der
englischen
Pferde Derby Rennbahn Epsom vor den Toren London's aus in Richtung
Madeira
Drive in Brighton, der 5 Meilen langen Seepromenade an der englischen
Kanalküste, dem Ziel der Veranstaltung. 5
unentwegte Organisatoren, Mithelfer und Teilnehmer der Motorrad
Veteranen
Fahrt Norddeutschland waren in diesem Jahr als
Teilnehmer beim Pioneer Run
dabei:
Hubert
Brosche Douglas 1914
Gerd
Huismann Douglas 1914
Horst
Kinkelbur Triumph 1914
Martin
Schenker Sunbeam 1914 und "Chronist"
Heinz
Kindler Wanderer 1913. Der
20. März war ein schöner Tag und unser Grüppchen gesellte sich fröhlich
unter die 380 Teilnehmer, die sich an den "Epsom Downs" zu früher
Stunde eingefunden hatten. Punkt 8.00 schickte der dortige
Bürgermeister die ältesten Fahrzeuge, u.a Leon Bollee und De Dion
Bouton Dreiräder aus den Baujahre 1895-99 auf die Reise. Unser
Gebietsrepräsentant Hubert Brosche, neben Horst Kinkelbur einer unser
beiden "Rookies" , die zum erstem Mal am Run teilnahmen, versuchten die
ersten 100m bis zum ersten Kreisverkehr auf der rechten (!)
Straßenseite zurück zu legen. Die Organisatoren hatten aber
vorgesorgt und den ersten Streckenteil als Einbahnstraße. eingerichtet.
Am Kreisel angekommen, hatte die Douggie genug und blieb einfach
stehen...... Hubert hat sich dann brav links eingereiht. Aber
insgesamt hatten wir fünf eine problemlose Fahrt. Zwischendurch
wurde in Handcross, einer sehr schönen englischen alten Schule, Benzin
und Kaffee nachgetankt. Die Einfahrt nach Brighton ist etwas
schwierig, hier muss man auf einer vierspurigen Einfallstrasse die
beiden rechten - in diesem Fall mittleren - Spuren benutzen um nach
Brighton rein zu kommen. Links geht es zur Autobahn, die
Durchschnittsgeschwindigkeiten in der Anfahrt sind da zwischen modernen
Automobilen und alten Motorädern recht unterschiedlich....... Jedenfalls
sind wir alle auf dem Madeira Drive angekommen, wo alle 380 Fahrzeuge
Aufstellung nahmen. Jeder von uns wurde mit "Finisher Award" einer
schönen bronzenen Plakette ausgezeichnet. Nach Abschluss der
Veranstaltung ließen die 5 Nordlichter den sonnigen, gelungenen Tag
landestypisch mit "Fish & Chips und Guinness" an der
Meerespromenade ausklingen. Heinz Kindler
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